Sinsener Burg

In dieser Anlage, im Ortsteil Sinsen, geben die überwachsenden Wälle einer ehemaligen Erdburg Zeugnis der Marler Frühgeschichte. Die großflächige Anlage, die aus einem Innen- und Außenring bestand, zählt zu den wenigen heute noch erhaltenen Flächenburgen in Westfalen.
1926 wurde die "Sinsener Burg" erstmals von Archäologen untersucht und galt seitdem als Fliehburg, in die man sich vornehmlich im 7. und 8. Jahrhundert zunächst gegen die einfallenden Sachsen und später gegen die das Land erobernden Franken zurückzog.
Weitere Grabungen anfang der 70er Jahre brachten neue Funde zu Tage. Es konnten ein Haus und eine Siedlungsstelle in der Innenburg nachgewiesen werden. War die Burg also nicht nur Zufluchtstätte, sondern auch eine der ältesten Siedlungen auf dem heutigen Gebiet der Stadt Marl.

Gräwenkolkstraße, Marl

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